Köln – Seit die beliebte Indie-Rock-Party ihren Umzug nach Ehrenfeld angekündigt hat, schießen die Spekulationen ins Kraut: Gab’s Stunk in der alten Location Friedenspark? Oder war einfach nur ein Tapetenwechsel dringend nötig? Die FLASH klärt auf!
Was? Jetzt auch die brot&spiele? Kölns Partyszene war aufgescheucht, als die Veranstalter der alternativen Party in der Südstadt ankündigten, im Februar eine Pause zu machen. Mit Zwangspausen hatte die Szene in den letzten Wochen und Monaten ja ihre Erfahrungen: Erst die Pink Triangle, dann die Heroes und zuletzt die fagZINATION. Doch die Veranstalter der brot&spiele beruhigten schnell ihre treuen Fans: Im März geht’s weiter in Ehrenfeld! Aber das war für viele alternative Party-Freaks ein weiterer Schock, schließlich besuchten nicht wenige die Party unter anderem der tollen Location im Friedenspark wegen! Im Sommer ließ es sich hier herrlich draußen im Innenhof, umgeben von alten Gemäuern, mit Freunden zu Kölsch, Beck’s & Co. klönen.
Die FLASH hakte bei Marion Mahlberg, Co-Chefin der brot&spiele, nach: Warum geht ihr nach Ehrenfeld? Ist das nun „the place to be” für die alternativen Indie-Rock-Partys (die Backstage Diaries und die Polygame sind auch in Ehrenfeld)? Marion wiegelt ab: „Nach dreieinhalb Jahren in der Südstadt wollten wir einfach mal etwas Neues machen. Dass es letztendlich Ehrenfeld wurde, war eher Zufall.” Im Vordergrund stand der Wunsch vieler Gäste nach einem zweiten Floor. In der Vergangenheit war das im Friedenspark noch teilweise möglich, doch bauliche Mängel führten dazu, dass der zweite Floor mittlerweile geschlossen ist: „Wir mussten einfach handeln”, erläutert Marion.
Doch die Suche nach einer neuen Location gestaltete sich schwierig. Mal passte das Ambiente nicht, mal war der Wunschtermin nicht zu haben. Schließlich wurde man im Club „Die Werkstatt” fündig. Aber auch hier war der bisherige Termin, der erste Freitag im Monat, besetzt. Der dritte Samstag im Monat war der einzig freie Termin: „Aber damit können wir sehr gut leben.” Zwar tritt die brot&spiele damit in Zukunft gegen die Gay Students Night im Venue und die Nightkomm im Nachtflug an, doch stelle dies keine Konkurrenz dar: „Wir sprechen einfach ein anderes Publikum an. Da gibt es kaum Überschneidungen”, ist Marion der festen Überzeugung.
Nun, was ändert sich noch außer der Location und dem Termin? Es gibt einen zweiten Floor! Während auf dem Hauptfloor weiterhin wie gewohnt Indie-Rock gespielt wird, wollen Marion und Daniel auf dem zweiten Floor experimentieren. Elektro, Pop, Italo-Disco, Punk, Funk und sogar 80er-Abende können sie sich vorstellen. Zur Premiere am Samstag, den 20. März werden DJ Gordon Voß von der bang!-Party in Oberhausen und DJ Bootsmann Jónsi (Resident der Party „liebemachen”) erwartet. Marion und Daniel freuen sich auf die neue Heimat der brot&spiele. „Wir möchten mit Euch zusammen die Party basteln, für die Euer Herz schlägt!” schließt Marion ab.





